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Berger´s Homepage
© Anton Berger, 1998

Fjallabak - Landmannalaugar

All information presented within this webpage is taken from the small booklet "Naturschutzgebiet Fjallabak" you get from Ferðafélag Íslands during your stay at Landmannalaugar. Ask the warden in the mountain hut! Afaik an english version is available also.

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Anton_Berger@iname.com
Last modification:
1998-06-13


Fjallabak

Diese kleine Brochüre erhalten Sie in der Berghütte von Landmannalaugar bzw. beim Anmelden am Zeltplatz. Der Text dieser Webpage ist daraus entnommen.

Naturschutzgebiet Fjallabak (Landmannalaugar)

Geologie - Klima - Vegetation - Leben in Seen und Flüssen - Vögel - Anfahrt - Bergwanderungen - Angeln - Baden - UnterkunftCamping - Naturschutz und Landnutzung - Verhaltensregeln - Landkarten / Maps - Persönliche Tips

Das Naturschutzgebiet Fjallabak wurde 1979 ins Leben gerufen. Es umfaßt etwa 47000 Hektar und liegt in einer Höhe von 500 - .l000 Meter, die höchste Erhebung ist der Háskerðingur mit 1281 m. Das Gebiet ist bergig, mit Flüssen, Seen, Lavaflächen und Sandern, wobei rezente vulkanische Aktivitat nicht zu übersehen ist. Das Ziel mit der Bildung eines Naturschutzgebietes ist es ein Stück besondere Landschaft auch für kommende Generationen zu bewahren. Dazu müssen jedoch Regeln eingehalten werden. Tausende von Gästen erfreuen sich jedes Jahr an der vielgestaltigen Landschaft, der einsamen Wildnis und Ruhe, die doch über dieser Landschaft liegt. Bitte denken Sie immer daran, wenn Sie ihre Schritte durch das Naturschutzgebiet lenken.

Geologie

Fjallabak geologyDen Grundstock dieses Gebietes bilden Gesteine, die vor ca. 10 Mill. Jahren im östlichen Bereich der Reykjanes-Riftzone entstanden und seitdem relativ nach Osten transportiert worden sind. Voretwa 2 Mill. Jahren begann die vulkanische Aktivität von neuem als Ausdruck einer sich nach Süden ausbreitenden Riftzone in Verlängerung der zentral und nordisländischen Rift- und Vulkanzone. Es wird angenommen, daß sich hier ein Zentralvulkan befindet, der nach dem größten Gletscher der Gegend Torfajökull benannt worden ist. Wahrscheinlich hat eine der vorzeitlichen Eruptionen zur Bildung einer Caldera geführt. Eine Besonderheit der hiesigen vulkanischen Aktivität ist eine Magmenmischung. Die Magmakammer unter dem Zentralvulkan hat sich gebildet, weil von Norden her unterirdisch tholeiitisches Magma einströmt und so den Untergrund aufgeheizt hat, der ein anderes Magma bildet. Manchmal geschieht es, daß beide Magmentypen in ein und der derselben Eruption an die Oberfläche gelangen, wie in den Lavaströmen Laugahraun, Námshraun, Dómadalshraun und Hrafntinnuhraun nachzuweisen ist. Besonders auffällig ist weiterhin der große Anteil an sauren Gesteinen (Rhyolith), so daß hier das größte Rhyolithgebiet von Island zu finden ist. Die Rhyolithe sind durch die intensive hydrothermale Aktivität des Gebietes, die sich in zahllosen heißen Quellen und Fumarolen manifestiert, in fast allen Regenbogenfarben gefärbt. Aus dem letzten Interglazial stammen die Gesteine an der Schlucht Brandsgil und bei Norðurbarmur, sowie die Palagonitberge Löðmundur und Mógilshöfðar. Später sind der Bláhnjúkur, Brennisteinsalda und Kirkjufell entstanden. Nach der Eiszeit hat sich die Vulkantätigkeit auf einen sich von Südwesten nach Nordosten erstreckenden Gürtel konzentriert, der das Naturschutzgebiet von Laufafell in Richtung Vatnaöldur durchzieht. Zuletzt wurde im 15. Jahrhundert eine etwa 40 km lange Spalte aktiv, aus der die Obsidianströme Laugahraun und Námshraun geflossen sind, sowie der Lavastrom Norðurnámshraun. Auch der Explosionskrater Ljótipollur und die weiter nordöstlich gelegenen Veiðivötn stammen aus dieser Zeit. Größere Eruptionen scheinen in diesem Gebiet alle 500 Jahre aufzutreten.

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Klima

Die mittlere Jahrestemperatur im Naturschutzgebiet beträgt ca.10C, aber im Sommer (Juli und August) können Temperaturen von ca.150C erwartet werden. Die Berge lassen ein Lokalklima entstehen, so daß mit plötzlichen Wetterumschwüngen, wie z.B. Temperatursturz, stürmische Winden, Regen und Nebel gerechnet werden muß. Generell bringt Wind aus südlichen und östlichen Richtungen Regen und bedeckten Himmel, Nordwind dagegen klares, aber kälteres Wetter. Bereiten Sie sich unter allen Umständen auf rasche Wetteränderungen vor.

Vegetation

Pflanzen als Primärproduzenten benutzen die Sonnenenergie, um Mineral- und Nährstoffe aus dem Boden zu gewinnen. Alle anderen Lebensformen sind deswegen direkt oder indirekt von Pflanzen abhängig. Aufgrund des kalten Klimas im Naturschutzgebiet dauert die Vegetationsperiode nur zwei Monate, weswegen die Bodenbildung nur sehr langsam vonstatten geht, weil dem Boden die Verrottungs- und Verwitterungsprodukte fast vollständig fehlen. Der Boden ist deshalb grob und lose, Wasser und Winden zum Transport ausgesetzt. Sandstürme sind häufig, außerdem erstickt die Vegetation von Zeit zu Zeit unter der Asche der Vulkaneruptionen. Wenn man dies alles bedenkt, und dazu noch den Schafbiß vergangener Jahrhunderte, ist es nicht verwunderlich, daß Pflanzen nur spärlich auftreten. Zusammenhängende Vegetationsgebiete findet man am ehesten an Seen und Flüssen, z.B. das KÝlingargebiet, ein Feuchtgebiet mit entsprechendem Bewuchs. Die Rhyolithe sind nahezu vegetationslos, an den Palagonitbergen kann man jedoch schöne Mooshänge vorfinden. 150 Arten von höheren Pflanzen und Farnen sind bestimmt worden, am auffallendsten Strauchweide auf trockenen Sandflächen und Lavaströmen, Wollgras in Feuchtgebieten. Um die heißen Quellen in Landmannalaugar sieht man viele Seggen und Fingerkraut.

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Leben in Seen und Flüssen

Seen sind ziemlich isolierte Lebenszonen, besonders die kalten Bergseen in dieser Gegend, in denen Algen und höhere Pflanzen Primärproduzenten sind. Neben Kleintieren sind Forellen die einzigen anderen Lebewesen. Die Forellen wandern den Fluß Tungnaá aufwärts, bis in das Kýlingagebiet und den See Kirkjufellsvatn. Auch im See Frostastaðavatn und dem Kratersee Ljótipollur halten sich Seit Menschengedenken Forellen auf. Seit 1970 wurden Forellen auch in anderen Seen des Gebietes ausgesetzt, sie haben sich jedoch so vermehrt, daß sie wegen Nahrungsmangel zu klein und nicht nutzbar sind. Deswegen wurde 1981 der Versuch unternommen, den Forellenbestand drastisch zu vermindern, um ihn den natürlichen Lebensbedingungen der Seen anzupassen.

Vögel

Vögel sind nicht sehr zahlreich, ebensowenig wie in anderen Gegenden des Hochlandes. Noch am häufigsten sind Schneeammer; Eistaucher, Singschwäne und Odinshühnchen können auch auf den Seen beobachtet werden. Eistaucher brüten am See Frostastaðavatn und werden auch am Kratersee Ljótipollur gesichtet. Die Kragenente kommt mitunter am Fluß Jökulgilskvísl vor, auch Brutstellen sind angetroffen worden.

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Anfahrt

Eine alte Verbindungsroute, genannt Landmannaleið im Isländischen, zwischen den Siedlungen Skaftártunga im Osten und Land im Westen, die beritten benutzt wurde, führt durch das Naturschutzgebiet. Heutzutage kommen jedoch die meisten über die Straße F22 vom Kraftwerk Sigalda her, die die Landmannaleið am See Frostastaðavatn kreuzt. Auf den Straßenschildern wird die Landmannaleið als Dómadalsleið bezeichnet. Beide Straßen haben ihre Gefahren und sind eigentlich nur während der Sommermonate Juli und August befahrbar. Schotter und rauhe Oberflächen, scharfe, unübersichtliche Kurven und nicht überbrückte Flüsse gebieten äußerste Vorsicht während des Fahrens. Die Strecke zwischen der Eldgja und Landmannalaugar ist nur für Fahrzeuge mit Allradantrieb geeignet, wegen der vielen nicht überbrückten Flüsse und Treibsand. Versuchen Sie nie, einen Fluß mit dem Auto zu überqueren, den Sie nicht ohne weiteres durchwaten können. Es wird empfohlen, im ersten Gang langsam, aber stetig zu fahren. Folgen Sie keinen Pisten, die nicht auf der Karte eingezeichnet sind. Bedenken Sie auch, daß weder Benzin noch Öl im Naturschutzgebiet erhältlich sind. Zum Schluß muß darauf hingewiesen werden, daß das Fahren und Parken außerhalb gekennzeichneter Straßen und Pisten nicht gestattet ist.

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Bergwanderungen

Fjallabak MountainDas Naturschutzgebiet ist für kürzere und längere Wanderungen gut geeignet. Einige Wanderrouten sind auf der Karte eingetragen. Die beliebtesten führen auf den Gipfel des Bláhnjúkur, 951 m (1-2 Std.), zu den Fumarolen der Brennisteinsalda, 855 m (1-2 Std.), auf die Háalda, 1089 m (4-6 Std.), um den See Frostastaðavatn (2-3 Std.), nach Suðurnámur, 951 m (1 Std.) und in die Schlucht Brandsgil (1-2 Std.). Bitte beachten Sie beim Wandern folgendes: Eine gute Karte verringert die Wahrscheinlichkeit, sich zu verirren. Außerdem wird empfohlen, sich an die gekennzeichneten Pfade zu halten. Gutes Schuhwerk ist unbedingt notwendig, ebenso warme Kleidung, da es auch im Sommer auf den Gipfeln empfindlich kalt werden kann. Wie schon erwähnt, sollten Sie immer auf einen plötzlichen Wetterumschwung vorbereitet sein. Geben Sie Bescheid, bevor Sie sich auf den Weg machen; falls Sie in Schwierigkeiten geraten, können Sie sich an die Aufsicht führenden Gebietswärter wenden. Das Gestein ist für Klettereien denkbar ungeeignet, die sichersten Wege führen über Bergrücken und entlang der Talgründe. Das Betreten des Erdbodens um heiße Quellen herum ist sehr gefährlich, da er brüchig und schlammig ist. Bitte lassen Sie die Quellgebiete unversehrt. Vermeiden Sie Gebiete mit Vegetation, die im allgemeinen auch sumpfig sind.

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Angeln

Die Seen im Naturschutzgebiet sind für ihre Forellen bekannt, besonders Ljótipollur, Frostastaðavatn und Dómadalsvatn. Angelerlaubnisse können Sie beim Bauern in Skarð oder in Landmannalaugar erhalten.

Baden

Es gibt kaum etwas angenehmeres, als sich nach einem langen Wandertag in den heißen Quellen von Landmannalaugar niederzulassen. Denken Sie jedoch an die empfindliche Vegetation und daran, keine zerbrechlichen Gegenstände aus Glas oder ähnliches zum Baden mitzunehmen. Die Benutzung von Seife ist nur an der Aufstauung weiter bachabwärts gestattet. Aus hygienischen Gründen wird das Baden in den Schlammquellen nicht empfohlen.

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Unterkunft

Der Touring Club Island (Ferðafélag Íslands) besitzt die Hütte in Landmannalaugar, die 115 Leuten Platz bietet. Wer zuerst kommt, findet zuerst Platz, jedoch haben Reisegruppen des Touring Club Vorrang. Schlafsäcke und Verpflegung müssen mitgebracht werden. Falls Sie Unterkunft suchen, oder die Einrichtungen der Hütte benutzen wollen, wenden Sie sich an den Hüttenwart. Der Touring Club besitzt ebenfalls die Hütte in Hrafntinnusker, die für 18 Personen zugelassen ist. Sie ist im Sommer verschlossen, ein Schlüssel kann beim Hüttenwart in Landmannalaugar oder beim Büro des Touring Club in Reykjavík besorgt werden. Die Hütte Landmannahellir gehört den abliegenden Gemeinden, die die Weiderechte besitzen. Die Hütte bei Stóri-Kýlingur befindet sich in Privatbesitz.

Camping

Campingplätze sind in Landmannalaugar, nahe der Hütte, und an der Wegkreuzung nach Landmannalaugar. Benachrichtigen Sie die Landwärter, bevor Sie ein Zelt aufschlagen. Das Zelten außerhalb der Campingplätze ist von der besonderen Erlaubnis der Landwärter abhängig, um Flora und Fauna des Naturschutzgebietes vor allzugroßem Andrang zu bewahren.

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Naturschutz und Landnutzung

Dieses Naturschutzgebiet wurde geschaffen, um eine besondere Umwelt, Pflanzen- und Vogelarten, sowie geologische Formationen, vor der Zerstörung durch Tiere und Menschen zu bewahren, da Straßenbau und Hochspannungsleitungen fast überhandnahmen. Jedoch dürfen auch heute noch Schafe den Sommer über im Naturschutzgebiet grasen, eine Folge der jahrhundertealten Tradition. 1841 finden sich z.B. in den Niederschriften des Pfarrers Jón Torfason Bemerkungen darüber, daß Fischfang und Viehtrieb im Landmannagebiet geringer geworden seien. Im September werden die Schafe abgetrieben, wobei sie zuerst bei Landmannalaugar und Landmannahellir sortiert werden. Bis 1952, als die Hütte des Touring Club errichtet wurde, kamen nur wenige Touristen in dieses Gebiet. Seit die Straßenverbindungen sich wesentlich verbessert haben, ist auch die Besucherzahl stark angestiegen, in den letzten Jahren waren es etwa 15000 pro Sommer.

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VERHALTENSREGELN IM NATURSCHUTZGEBIET:

  1. Zelten außerhalb der Campingplätze ist nur mit besondere Erlaubnis der Landwärter genehmigt.
  2. Halten Sie sich mit den Fahrzeugen an die Straßen.
  3. Schützen Sie die Fauna.
  4. Lassen Sie Pflanzen in der Erde stehen.
  5. Offene Feuer sind nicht gestattet.
  6. Lassen Sie auf keinen Fall Müll zurück.
  7. Schichten Sie keine Steinhaufen auf.
  8. Lassen Sie besondere geologische Formationen unberührt.
  9. Nehmen Sie keine Veränderungen an heißen Quellen vor.
  10. Respektieren Sie die Ruhe der Landschaft.


Thumbnail Map of Fjallabak

Landkarten von Fjallabak / Landmannalaugar


Maps of Fjallabak / Landmannalaugar

Niedere Auflösung / Low resolution:

150 dpi, 175 kB, JPEG

Hohe Auflösung / High resolution:

300 dpi, 525 kB, JPEG

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Persönliche Tips:

Wir, mein ältester Sohn Anton Sebastian (damals 6 Jahre alt) und ich, der Papa, waren Anfang Juli 1995 mit dem Hochlandbus ab Selfoss in Landmannalaugar und blieben 3 Tage mit dem Zelt. Ich kann den Besuch dort nur wärmstens empfehlen. Die schöne Berglandschaft und nicht zuletzt die urige Bademöglichkeit sind die Reise wert.

Einige Details, die uns während unseres Aufenthalts aufgefallen sind und die evtl. auch für Ihren Besuch in Landmannalaugar von Interesse sind:


Kleinere Bergtouren und Spaziergänge, die auch mit entsprechend geübten Kindern machbar sind:



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